Die nationale Regierung wird den Pressebereich der Casa Rosada am Montag nach einer einwöchigen Schließung, die für Kontroversen sorgte, wieder öffnen. Die Maßnahme umfasst strengere Regeln für Bildaufnahmen, technische Geräte und die Bewegungsfreiheit. Manuel Adorni wird an diesem Tag eine Pressekonferenz abhalten.
Die Regierung hat beschlossen, den Pressebereich der Casa Rosada am Montag wieder zu öffnen, nachdem eine mehrtägige Schließung zu Spannungen mit der Presse geführt hatte. Die Entscheidung fiel nach einem Treffen zwischen dem Kabinettschef, dem Sprecher Manuel Adorni und der Generalsekretärin des Präsidenten, Karina Milei. Offizielle Quellen bestätigten, dass die Wiedereröffnung unter strengeren Bedingungen erfolgen wird, wobei die Kontrollen für Bildaufnahmen und die Nutzung von Geräten innerhalb des Gebäudes verschärft werden.
Der Konflikt entstand durch die Verbreitung von Innenaufnahmen des Regierungssitzes, die von der Regierung als mögliche 'Spionage' eingestuft wurden, insbesondere im Zusammenhang mit einer intelligenten Brille. 'So etwas wurde noch nie zuvor gemacht', erklärten Regierungsvertreter und wiesen dabei sowohl auf das ausgestrahlte Material als auch auf das hin, was nicht gesendet wurde. Obwohl ein Teil des Materials öffentlich zugänglich war, waren bestimmte akkreditierte Journalisten vorübergehend von der Schließung betroffen.
Ab Montag können alle akkreditierten Journalisten zurückkehren, was darauf abzielt, den Konflikt zu entschärfen, ohne von der Kontrollpolitik abzurücken. Adornis Pressekonferenzen, die seit Ende März ausgesetzt waren, werden an diesem Tag wieder aufgenommen. Unterdessen warnte die Asociación de Entidades Periodísticas Argentinas (ADEPA) anlässlich des Welttages der Pressefreiheit vor einem sich verschlechternden Klima für den Journalismus und vor Schikanen, die die 'demokratische Qualität schwächen'.