Basisversammlung thematisiert Arbeitslosenkrise in Südafrika

Basisorganisationen aus ganz Südafrika werden sich vom 23. bis 25. Februar in der St George’s Cathedral zur People’s Assembly on Unemployment, Austerity and the Fight for Decent Work versammeln. Einberufen von der Assembly of the Unemployed und Cry of the Xcluded, findet die Veranstaltung unmittelbar vor einem nationalen Haushalt statt, der mit weiteren Sparmaßnahmen gerechnet wird. Sie steht im Kontrast zu einer bevorstehenden Elitekonferenz zum selben Thema, die von News24 ausgerichtet und vom Präsidenten Cyril Ramaphosa eröffnet wird.

Die People’s Assembly zielt darauf ab, die Diskussionen über Arbeitslosigkeit aus den Elitenbüros in die Erfahrungen der Betroffenen zu verlagern, wie in einem Gastkommentar von Mitgliedern der Assembly of the Unemployed und Cry of the Xcluded dargelegt. Südafrika steht vor einem offiziellen Arbeitslosenanteil auf Krisenniveau, wobei der erweiterte Wert über 40 % liegt, einschließlich entmutigter Jobsuchender. Diese Lage resultiert aus Jahrzehnten der Liberalisierung, Privatisierung und neoliberaler Politik, die die produktive Kapazität der Wirtschaft verringert haben, so der Beitrag.  Kritiker im Gastkommentar hinterfragen gängige Erklärungen wie Qualifikationslücken oder starre Arbeitsgesetze und weisen darauf hin, dass sowohl qualifizierte Absolventen als auch solche mit unvollständiger Ausbildung Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden, während Löhne niedrig bleiben und Schutzmaßnahmen schlecht durchgesetzt werden. Handels- und Finanzliberalisierung hat lokale Industrien geschadet, Privatisierung den Entwicklungsrollen des Staates Grenzen gesetzt und Sparpolitik öffentliche Stellen und Sozialausgaben gekürzt.  Die Versammlung wird Auswirkungen wie wachsende Ungleichheit, Zerfall von Gemeinschaften und Verzweiflung beleuchten, mit Fokus auf Geschlechterdimensionen. Frauen tragen oft die Hauptlast durch unbezahlte Pflegearbeit, gestrahlte Haushaltsbudgets und erhöhte Risiken geschlechtsbasierter Gewalt unter wirtschaftlichem Stress. Weitere Effekte umfassen gesteigerte Migration, aus Verzweiflung getriebene Kriminalität und psychische Traumata, die die Demokratie belasten, indem viele vom wirtschaftlichen Partizipieren ausgeschlossen werden.  Vorgeschlagene Alternativen beinhalten staatlich geführte Reindustrialisierung, Ausbau öffentlicher Beschäftigung und Ablehnung von Sparpolitik, die Ratingagenturen gegenüber Bürgern bevorzugt. Der Gastkommentar fordert die Konfrontation mit Korruption als Teil des Klientelkapitalismus und die Vereinigung von Bewegungen gegen Haushaltskürzungen und Privatisierungen. Die Autoren Vuyokazi Made, Motsi Khokhoma und Siyabulela Mama betonen, dass Lösungen die am stärksten Betroffenen einbeziehen müssen und erklären: ‚Anständige Arbeit wird nicht durch Marktfundamentalismus geliefert. Sie wird durch organisierten Kampf, demokratische Planung und eine entscheidende Verschiebung dessen erkämpft, wessen Stimmen zählen.‘

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