Der Transgender-Aktivist Harish Iyer legte am 26. März 2026 sein Amt als Berater der Kerngruppe für LGBTQI+-Themen der NHRC nieder. Er kritisierte die National Human Rights Commission für ihr Schweigen zum Transgender Persons Amendment Bill von 2026.
Der Transgender-Aktivist Harish Iyer trat am Donnerstag, dem 26. März 2026, von seiner Position als Berater der Kerngruppe für LGBTQI+-Themen der National Human Rights Commission (NHRC) zurück. In seinem Rücktrittsschreiben, von dem eine Kopie an The Hindu weitergegeben wurde, warf er der NHRC Heuchelei vor, da sie zum Transgender Persons (Protection of Rights) Amendment Bill, 2026, das beide Parlamentskammern passiert hat, schweigt. Iyer erklärte: „Die NHRC kann nicht von sich behaupten, ein ‚Wächter der Menschenrechte‘ zu sein oder sich damit brüsten, ‚das Bewusstsein für Menschenrechte zu verbreiten‘, während sie sich mit dieser Autokratie vollkommen zufrieden gibt.“ Er bezeichnete den Gesetzentwurf als unwissenschaftlich, ohne Konsultationen entworfen und als Angriff auf Trans-Rechte, da er demütigende medizinische Gremien wieder einführe und das wissenschaftliche Verständnis von Geschlecht ignoriere. Iyer, der 2018 per Regierungsanordnung ernannt wurde, merkte an, dass die Kerngruppe, die mit der Überprüfung politischer Maßnahmen aus menschenrechtlicher Sicht betraut ist, zu dem Gesetzentwurf nie konsultiert wurde. Er kritisierte die NHRC dafür, dass sie ihre eigene Empfehlung zur Transgender-Fürsorge aus dem Jahr 2023 nicht aufrechterhalte, die Schutzmaßnahmen für Würde, Gesundheitsversorgung und gegen Diskriminierung forderte. Der Gesetzentwurf, der vom Ministerium für soziale Gerechtigkeit und Empowerment eingebracht wurde, fällt unter das administrative Dach des Innenministeriums, welches die NHRC beaufsichtigt. Unabhängig davon schrieben rund 140 Anwälte und Feministen der All-India Feminist Alliance (ALIFA) und der National Alliance for Justice, Accountability and Rights (NAJAR) an Präsidentin Droupadi Murmu und drängten sie dazu, die Zustimmung zu verweigern. Sie nannten verfahrensrechtliche Mängel, das Fehlen einer Konsultation der Interessengruppen, was die Pre-Legislative Consultation Policy von 2014 verletze, sowie Verstöße gegen das NALSA-Urteil von 2014, das die selbst wahrgenommene Geschlechtsidentität als Grundrecht anerkennt. Am 26. März fanden Proteste und Pressekonferenzen statt, und es wurden Hilfetelefone für Transgender-Gemeinschaften eingerichtet.