Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR) bereitet einen spezifischen Bericht über die Vermisstenkrise in Mexiko vor, in dessen Rahmen 133.601 Menschen als vermisst oder unauffindbar gemeldet sind. Das Dokument ist Teil der regionalen Bilanz für 2025 und hebt den Bundesstaat Mexiko, Jalisco und Tamaulipas als Gebiete mit den höchsten Fallzahlen hervor. Die IACHR beschreibt die Situation als eine schwerwiegende humanitäre Krise.
Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR) gab in ihrer regionalen Bilanz für 2025 bekannt, dass sich ein Bericht, der ausschließlich dem Verschwindenlassen von Personen in Mexiko gewidmet ist, im Genehmigungsverfahren befindet. Laut dem Nationalen Register für vermisste und unauffindbare Personen gibt es 133.601 akkumulierte Fälle, wobei der Bundesstaat Mexiko (14.844), Jalisco (13.635) und Tamaulipas (13.614) die höchsten Zahlen verzeichnen. Die IACHR bezeichnet das Verschwindenlassen und den forensischen Notstand als "schwerwiegende humanitäre Krise" und warnt vor Feminiziden, Transfeminiziden, Gewalt gegen die LGBTIQ+-Gemeinschaft und Menschenhandel. Sie erkennt die Fortschritte des mexikanischen Staates im Jahr 2025 an, wie etwa die Stärkung der institutionellen Suchmechanismen. Der Bericht dokumentiert zudem mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen bei Sicherheitsoperationen und stellt fest, dass die Harmonisierung des Allgemeinen Gesetzes zur Prävention, Untersuchung und Sanktionierung von Folter in den meisten Bundesentitäten noch aussteht. Dies geschieht vor dem Hintergrund des Drucks durch Kollektive von Angehörigen und eines kürzlich veröffentlichten Berichts des UN-Ausschusses gegen das Verschwindenlassen (CED), der nahelegt, dass die Fälle ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen könnten – eine Auffassung, die von Präsidentin Claudia Sheinbaum zurückgewiesen wurde.