Der Abfallentsorger Pikitup aus Johannesburg sieht sich wachsender Kritik ausgesetzt, da die Müllabfuhr zusammenbricht. Hunderte Lastwagen sind außer Betrieb und die Mülltonnen in der ganzen Stadt quellen über. Das Unternehmen verfügt zwar über Barmittel in Höhe von 2,15 Milliarden Rand, schuldet seinen Lieferanten jedoch 1,33 Milliarden Rand.
Pikitup meldete, dass nur noch 82 der 223 spezialisierten Müllfahrzeuge einsatzbereit sind. Weitere 81 Fahrzeuge warten auf Reparaturen, während 59 ausgemustert wurden. Nach Angaben des Versorgers werden jährlich etwa 67 neue Lastwagen benötigt, um den Fuhrpark aufrechtzuerhalten.
Anwohner sind seit Monaten mit ausgefallenen Abholungen konfrontiert. Die Ratsfrau des Bezirks 98, Beverley Jacobs, startete eine Petition für eine unabhängige Untersuchung, nachdem sie an einem einzigen Tag mehr als 1.000 Unterschriften gesammelt hatte. Sie erklärte, dass die zugesagten Sanierungspläne nicht umgesetzt worden seien.
Diese Woche protestierten Gelegenheitsarbeiter für eine Festanstellung, was den Dienstbetrieb weiter störte. Pikitup gibt zudem jährlich 70 Millionen Rand für die Beseitigung von 2.176 illegalen Müllkippen aus. Mehrere Führungspositionen sind nach wie vor unbesetzt.