Linkspartei-Chefin Nooshi Dadgostar legte in einer Rede in Uppsala am Donnerstagabend einen Vorschlag für eine neue Steuer auf Schwedens Superreiche vor. Die Partei sieht Milliardäre als Hauptgegner vor der Wahl 2026 und fordert eine Untersuchung zur Ausgestaltung der Steuer. Das Vorhaben soll die Wohlhabendsten stärker zum Wohlfahrtsstaat beitragen lassen.
Am Abend des 11. Dezember 2025 hielt Linkspartei-Chefin Nooshi Dadgostar eine Weihnachtsrede in der Gotlands Nation in Uppsala, wo sie den neuen Vorschlag der Partei für eine Milliardärssteuer vorstellte. Die Rede fand in festlicher Atmosphäre mit Studenten, Wein und Musik statt, kurz nach Dadgostars Teilnahme am Nobelbankett. Sie bezeichnete Schwedens Superreiche – Personen mit Vermögen über eine Milliarde Kronen – als Hauptgegner der Partei vor der Wahl 2026.
Dadgostar betonte, dass Milliardäre ihren Reichtum aufgebaut hätten, indem sie normale Menschen mit hohen Preisen für Lebensmittel, Mieten und Zinsen unter Druck setzten. «Sie haben jahrelang Geld von unseren Kindern, Alten und steuerfinanzierten Sozialleistungen gestohlen. Dieses Geld muss zurückkommen,» sagte sie der Aftonbladet. Sie nannte speziell Antonia Ax:son Johnson, Besitzerin von Hemköp und Willys mit einem Vermögen von 126 Milliarden Kronen, und schlug vor, sie könne Lebensmittelpreise senken. Ein weiteres Beispiel war Peje Emilsson von Kunskapsskolan. Laut Dadgostar gibt es in Schweden über 540 Milliardäre, eine Zahl, die rapide gestiegen ist.
Die Partei hat noch keine konkreten Angaben zur Steuersatz oder Gestaltung, fordert aber eine spezielle Untersuchung, um die Sache effektiv zu regeln. «Die Superreichen zahlen nicht ihren Anteil. Das muss korrigiert werden,» erklärte Dadgostar. Sie ließ sich teilweise von dem New Yorker Sozialisten Zohran Mamdani inspirieren. Der Vorschlag adressiert eine ungerechte Situation, in der die Arbeiterschicht den Wohlfahrtsstaat trägt, während Eigentümer weniger Steuern zahlen. Dadgostar glaubt, dass viele Superreiche nach Jahren von Preissteigerungen bei Notwendigkeiten wie Strom, Miete und Lebensmitteln bereit sein könnten, mehr beizutragen.
Sie kritisierte auch die Regierung dafür, das System zugunsten der Reichen zu manipulieren, durch Steuersenkungen für Venture-Capitalisten. Die Partei plant, den Vorschlag mit Partnern wie den Sozialdemokraten zu besprechen.