Präsident Javier Milei hielt im Palacio Libertad einen Vortrag mit dem Titel „Keynes und die Allgemeine Theorie“, gemeinsam mit den Ökonomen Juan Carlos de Pablo und Adrián Ravier. Er verteidigte sein Wirtschaftsmodell und übte scharfe Kritik an dem Werk des britischen Ökonomen. Milei hob die innerhalb eines Monats erreichte fiskalische Konsolidierung hervor.
Der Abgeordnete Adrián Ravier eröffnete die Veranstaltung mit einem Überblick über die Laufbahn von John Maynard Keynes und wies auf dessen Einfluss im 20. Jahrhundert hin. Er erinnerte an die Debatten mit Friedrich Hayek sowie an die Veröffentlichung von „Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ im Jahr 1936, welche das wirtschaftliche Denken revolutionierte.
Milei sprach anschließend und bezeichnete Keynes als „Genie des Bösen“, dessen Werk Schaden angerichtet habe. Er sagte, das Buch habe die traditionelle Analyse von Sparen und Investitionen auf Basis von Zinssätzen aufgebrochen und kritisierte die Konsumfunktion sowie den keynesianischen Multiplikator als „Aberration“ und „Zauberei“.
Der Präsident verknüpfte Keynes' Ideen mit der Weltwirtschaftskrise und dem Kontext des Goldstandards in Großbritannien. Keynes habe zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit öffentliche Ausgaben anstelle von Sparen vorgeschlagen, so Milei.
Milei verteidigte seine Bilanz: „Nunca nadie arregló el quilombo fiscal salvo nosotros, que lo hicimos en un mes“ – niemand habe das fiskalische Chaos behoben außer uns, und das in einem Monat. Er verwies auf ein BIP-Ungleichgewicht von 15 Prozent, hauptsächlich bei der Zentralbank, und kritisierte europäische Politiken wie die „Green Agenda“ und die Einwanderungspolitik.