Bergbaugemeinden in Kenia lehnen sich gegen die in diesem Jahr im Amtsblatt veröffentlichte neue Formel zur Aufteilung von Rohstoffabgaben auf und fordern einen größeren Anteil. Die Mining (Mineral Royalty Sharing) Regulations von 2026 sehen 70 Prozent für die nationale Regierung, 20 Prozent für die Bezirke und 10 Prozent für die betroffenen Gemeinden vor. Bergleute kritisieren, dass der 10-Prozent-Anteil die Gemeinden nicht direkt erreicht.
Die Mining (Mineral Royalty Sharing) Regulations von 2026, die auf dem Mining Act von 2016 basieren, traten im Januar in Kraft, um die Verwaltung der Einnahmen aus dem Bergbau zu regeln.
Die Formel stößt auf Kritik, da sie die betroffenen Gemeinden nicht ausreichend priorisiert. Hesborn Musambayi, ein Vertreter der Bergleute der Goldmine Rosterman in Kakamega, erklärte: „Wir können nicht akzeptieren, dass die Gemeinde 10 Prozent erhält. Diese 10 Prozent werden der Gemeinde nicht einmal direkt ausgezahlt. Das Geld fließt an die Bezirksregierung, die es dann für die Entwicklung verwendet. Selbst wenn wir unseren Gemeindeanteil einfordern, erhalten wir ihn nie.“
George Mbavi, Vorsitzender der Bergleute in Rosterman, fügte hinzu: „Die 10 Prozent sollten direkt an die Gemeinde gehen, sei es über eingetragene Gruppen oder Verwaltungen. Dass das Geld an das nationale Finanzministerium fließen und über den Entwicklungsfonds ausgezahlt werden soll, empfinden wir als Ausnutzung.“
Der Ausschuss für delegierte Gesetzgebung der Nationalversammlung stellte fest, dass die Formel die direkten Auswirkungen des Bergbaus auf die lokale Bevölkerung nicht widerspiegelt, und forderte einen größeren Gemeindeanteil zulasten der Bezirke und einen geringeren nationalen Anteil.
Bergbau-Kabinettssekretär Hassan Ali Joho verteidigte den Rahmen als strukturiert und rechenschaftspflichtig, räumte jedoch ein: „Das Finanzministerium braucht manchmal zu lange, um die Mittel an die Gemeinde auszuzahlen. Wir wollen zeitnahe Auszahlungen sehen.“