Der kenianische Autofahrerverband (MAK) hat die Regierung dazu aufgerufen, die vollständige Kontrolle über den öffentlichen Personennahverkehr von privaten Betreibern zu übernehmen.
In einer am Samstag, dem 6. Juni, veröffentlichten Erklärung teilte die MAK mit, dass das derzeitige System den Kenianern keinen angemessenen und sicheren Transport biete. Der Verband führte rücksichtsloses Fahren, laute Musik und Fehlverhalten als Anzeichen für den Verlust der Disziplin an. Die MAK betonte, dass dem Sektor, der zu 90 bis 95 Prozent von privaten Betreibern kontrolliert wird, nicht länger vertraut werden könne. Die Rolle der Regierung beschränke sich bislang auf die Regulierung durch die Kenya Railways und Pilotnetze für BRT-Systeme. Der Aufruf erfolgt vor dem Hintergrund eines Anstiegs von Matatu-Unfällen in Nairobi, darunter einer am 3. Juni, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen, sowie früherer Vorfälle im März und Januar.