Nigerias Präsident Bola Tinubu hat eine Kontroverse ausgelöst, indem er die Treibstoffknappheit seines Landes mit der in Kenia verglich und die Nigerianer dazu aufrief, Gott zu danken, dass es ihnen besser gehe. Die Äußerungen, die während eines Besuchs im Bundesstaat Bayelsa getätigt wurden, stießen sowohl bei Kenianern als auch bei Nigerianern auf scharfe Kritik.
Präsident Bola Tinubu von Nigeria äußerte sich während eines Besuchs im Bundesstaat Bayelsa zur Treibstoffkrise, erkannte die damit verbundenen Härten an, verglich sie jedoch vorteilhaft mit der Situation in Kenia. "Ja, ich höre euch aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft. Die Treibstoffpreise sind schmerzhaft, aber seht euch um, lasst uns gemeinsam Gott dafür danken, dass es euch besser geht. Hört euch an, was in Kenia und anderen afrikanischen Ländern vor sich geht", erklärte Tinubu. Kenianer verurteilten die Äußerungen im Internet weitgehend als Spott, insbesondere angesichts ihrer eigenen, mit dem Krieg im Nahen Osten verbundenen Treibstoffprobleme. Ein Nutzer kommentierte: "Kenia könnte tausendmal besser dastehen, wenn wir so viel Öl hätten wie Nigeria. Also sind wir immer noch um Tausende Male besser dran als Nigeria mit seinem Öl." Nigerianer äußerten ihren Frust und merkten an, dass die steigenden Treibstoffpreise die Transport- und Lebensmittelkosten in die Höhe getrieben hätten und der Vergleich ihre unmittelbaren Probleme nicht angehe. Die Kenya Pipeline Company (KPC) versicherte der Öffentlichkeit am 8. April 2026, dass die Bestände an ihren Terminals weiterhin ausreichten. "Wir möchten der Öffentlichkeit versichern, dass an all unseren Terminals und Depots ausreichend Treibstoff vorhanden ist und die Produkte den nationalen und internationalen Qualitätsstandards entsprechen", erklärte die KPC.