Die Zinssätze für einjährige Staatsanleihen (TES) erreichten bei der 13. Auktion der Direktion für öffentlichen Kredit einen neuen Rekordwert von 13,693 %. Dies übertrifft das bisherige Hoch und stellt einen Anstieg um 2,2 Prozentpunkte seit Jahresbeginn dar. Der Aufwärtstrend schürt Bedenken hinsichtlich der Kreditkosten der kolumbianischen Regierung.
In der jüngsten Auktion erreichte der Grenzzinssatz für kurzfristige TES, bekannt als TCO, 13,693 % – der höchste jemals verzeichnete Wert für einjährige Anleihen. Dies markiert einen erheblichen Kostenanstieg für die Regierung, wobei der Realzins nach Abzug der Inflationsrate von 5,29 % bei etwa 8,4 % liegt.
Die Zinssätze sind von 11,490 % bei der ersten Auktion des Jahres auf 13,050 % Ende Februar gestiegen und haben diesen Wert im März übertroffen. Gleichzeitig deutet sich eine Invertierung der Zinskurve an, wobei zehnjährige TES bei 12,872 % liegen, was auf eine höhere Risikowahrnehmung im kurzfristigen Bereich hinweist.
Diego Montañez-Herrera, Wirtschaftsanalyst an der Universidad Eafit, erklärte: „Die kolumbianische Regierung sieht sich mit einem beschleunigten Anstieg ihrer Schuldenkosten konfrontiert. Sie zahlt jetzt 13,69 % für einjährige Schulden, den höchsten jemals für diese Laufzeit verzeichneten Wert. Das Problem ist nicht nur der Zinssatz, sondern die Laufzeit. Teurere kurzfristige Schulden bedeuten einen größeren Druck, in naher Zukunft refinanzieren zu müssen.“
Der Druck durch gestiegene öffentliche Ausgaben und die Anhebung des Leitzinses durch die Zentralbank auf 11,25 % treiben diesen Trend voran und erhöhen die Basiskosten für Geld in der Wirtschaft.