Peru hat mit Aushubarbeiten auf seiner Seite der Grenze zu Chile nahe dem Komplex Santa Rosa in Tacna begonnen. Die Regionalbehörden betonen, es handele sich um ein Projekt zur Ordnung des Schwerlastverkehrs. Dies geschieht vor dem Hintergrund verschärfter Grenzsicherungsmaßnahmen Chiles.
In den vergangenen Tagen hat Peru mit schwerem Gerät Aushubarbeiten im Bereich des Grenzkomplexes Santa Rosa in Tacna begonnen, etwa 60 Meter von der Línea de la Concordia entfernt. Der geplante Graben umfasst etwa 200 laufende Meter bei einer Breite und Tiefe von rund zwei Metern.
Die Regionalregierung von Tacna stellte klar, dass diese Maßnahmen Teil eines Wartungs- und Erweiterungsprojekts für eine Plattform zur Kontrolle von Schwerlastkraftwagen sind. Ziel ist es, deren Abfertigung vom Bus- und Pkw-Verkehr zu trennen, um so die Abfertigung von Reisenden und Touristen zu beschleunigen.
Die peruanischen Behörden haben betont, dass die Arbeiten nicht der Migrationskontrolle dienen und nicht darauf abzielen, die Barriere zu replizieren, die Chile vor knapp zwei Wochen in Chacalluta im Rahmen des Projekts „Escudo Fronterizo“ errichtet hat.
Der Gouverneur von Tacna, Luis Ramón Torres, hatte nach dem chilenischen Vorgehen Unterstützung von der Zentralregierung in Lima angefordert. Der peruanische Außenminister nahm jedoch eine vorsichtige Haltung ein und bezeichnete die chilenischen Arbeiten als souveräne Entscheidung, die Peru möglicherweise sogar zugutekommen könnte, da sie irreguläre Grenzübertritte erschwere.