Die Autoridade Portuária de Santos (APS) schätzt, dass der Hafen 2025 185 Millionen Tonnen umgeschlagen hat, was das neunte Jahr in Folge mit Rekorden markiert. Dieses Volumen entspricht einem Wachstum von 2,8 % gegenüber 2024 und wäre der höchste Wert in der Geschichte des wichtigsten Hafenkomplexes Lateinamerikas. Trotz Kritik an der Infrastruktur hebt die Behörde Investitionen und Effizienz hervor.
Die APS kalkuliert, dass der Hafen von Santos 2025 185 Millionen Tonnen umgeschlagen hat, basierend auf vorläufigen Schätzungen. Wird dies bestätigt, übertrifft es den vorherigen Rekord von 179,8 Millionen Tonnen aus 2024 um 2,8 %. Die Zahl der angelegten Schiffe überstieg die 5.557 des Vorjahres und festigt das neunte Jahr in Folge mit Wachstum — der letzte Rückgang lag 2016 vor, als das Volumen von 119,9 Millionen auf 113,8 Millionen Tonnen fiel.
In den letzten fünf Jahren betrug das kumulierte Wachstum 7 %, nach APS-Angaben. Branchenunternehmer kritisieren Infrastrukturprobleme wie mangelhafte Zufahrtsstraßen, Verzögerungen beim Anlegen und die Notwendigkeit, den Kanal zu vertiefen. Der Präsident der Behörde, Anderson Pomini, hält diese Beschwerden jedoch für punktuell und branchenspezifisch. „Das ist etwas rein Branchenspezifisches. Wenn Sie alle Ladungen untersuchen, haben Sie nicht dieses Gefühl. Die Beschwerden einiger Unternehmen entstehen, weil der Markt selbst auswählt, welche Ladung den höchsten wirtschaftlichen Ertrag bringt“, sagt er.
Pomini betont, dass Santos vielseitig ist und Container sowie Schüttgüter behandelt. 2025 wurden 2 Milliarden R$ in Bauvorhaben investiert, mit einer Prognose von 9 Milliarden R$ zwischen 2026 und 2028. Zu den Plänen gehören Arbeiten am Zugang zur rechten Uferseite, zwei neue Viadukte, eine Umfangsstraße in Guarujá, Anreize zur Dekarbonisierung, Vertiefung des Kanals auf 16 Meter und die Versteigerung eines Schüttgutterminals. Ergänzt wird dies durch den Tunnel zwischen Santos und Guarujá sowie die Verpachtung des Itatinga-Werks für die Produktion von grünem Wasserstoff.
„Unsere Herausforderung ist zu beweisen, dass ein öffentlicher Hafen die Effizienz des Marktes haben kann“, sagt Pomini. Das Megaterminal Tecon 10 im Viertel Saboó wird im März 2026 versteigert, mit Betriebsstart 2027 und Vollauslastung 2034, das 50 % der Gesamtladung abwickelt. Die Pläne reichen bis 2013 zurück. Damit sollte Santos in die Top 20 der Lloyd’s List aufsteigen, von Platz 43 auf 37 im Jahr 2025 — der einzige brasilianische Hafen in den Top 100.