PT mildert Kritik an der Justiz im Parteimanifest

Die brasilianische Arbeiterpartei (PT) wird an diesem Wochenende auf ihrem nationalen Treffen in Brasília ein politisches Manifest diskutieren, das mildere Justizreformen vorschlägt. Der ursprüngliche Entwurf enthielt den Ausdruck 'Promiskuität zwischen Richtern und Geschäftsleuten', der nun durch 'Selbstkorrekturmechanismen' ersetzt wurde. Diese Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund des Banco-Master-Skandals, in den Richter des Obersten Bundesgerichts (STF) verwickelt sind.

Die Arbeiterpartei (PT) plant, das Dokument auf ihrem Kongress in Brasília zu debattieren, wobei Parteiführer dazu neigen, kontroverse Begriffe zu streichen, um das Image von Präsident Lula im Hinblick auf seine angestrebte Wiederwahl im Oktober 2026 zu schützen.

Der ursprüngliche Entwurf forderte eine Justizreform, um die 'Promiskuität zwischen Richtern und Geschäftsleuten' zu beseitigen und die 'neoliberale Logik' bei wirtschaftlichen und sozialen Urteilen zu überwinden. Die aktuelle Version betont 'Demokratisierung, Selbstkorrekturmechanismen und die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit'.

Der Banco-Master-Skandal befeuert die Kritik. Viviane Barci de Moraes, die Ehefrau von Alexandre de Moraes, leitete eine Anwaltskanzlei, die über zwei Jahre hinweg 80 Millionen R$ von der Bank erhielt. Dias Toffoli wurde über ein Familienunternehmen mit einem Fonds in Verbindung gebracht, der dem ehemaligen Eigentümer Daniel Vorcaro gehört.

Das Manifest nimmt im Kontext der Finanzreform auf den Fall Bezug: '[Die PT befürwortet] eine Reform des Finanzsystems, um Rent-Seeking zu bekämpfen und die Regulierung, Aufsicht sowie Transparenz am Finanzmarkt zu verbessern, die Instrumente der öffentlichen Kontrolle zu stärken und Risiken zu verhindern, insbesondere angesichts der Lehren aus dem Fall Master'. Darin heißt es, der Skandal sei 'unter der Genehmigung der Regierung Bolsonaro entstanden und durch die Regierung Lula entlarvt worden'.

PT-Führer aus Lulas CNB-Fraktion, die die Mehrheit halten, zielen darauf ab, die negativen Auswirkungen zu begrenzen. Das STF stand der PT-Regierung nahe, und der Skandal birgt trotz Lulas Leugnung einer direkten Beteiligung das Risiko eines elektoralen Rückschlags.

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