Südafrika und Polen haben während bilateraler Gespräche in Pretoria ihr Bekenntnis zum Völkerrecht sowie zum Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit bekräftigt. Der polnische stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Radoslaw Sikorski bezeichnete Südafrika als einen Schlüsselpartner auf dem Kontinent.
Nach den Gesprächen lobte Sikorski Südafrikas Engagement für die regelbasierte internationale Ordnung. Er erklärte, Polen sehe Südafrika als einen Anker der Stabilität in Afrika und als geeigneten Ort, um geschäftliche Beziehungen mit dem restlichen Kontinent aufzubauen.
Sikorski reiste mit einer Delegation polnischer Wirtschaftsführer an, um Investitionsmöglichkeiten zu erkunden. Er betonte, dass Investitionen in beide Richtungen erfolgen sollten, und forderte eine Verbesserung der zwischenmenschlichen Kontakte.
Der südafrikanische Minister Ronald Lamola hieß die polnische Delegation willkommen und hob die kritische Phase der Weltgeschichte hervor, in der das Treffen stattfand. Sikorski äußerte sich zudem zum Thema Migration und erklärte, dass diese bei richtiger Steuerung für Länder von Vorteil sein könne, die Regierungen jedoch sichere Grenzen gewährleisten müssten.