Die Superintendencia Financiera Kolumbiens hat die Wucherrate für Januar auf 24.36 % effektiv jährlich festgelegt, um 0,66 Prozentpunkte niedriger als im Dezember. Dies senkt die Obergrenze für die Zinsen, die Banken für Kredite und Kreditkarten verlangen können, und macht die Finanzierung für Nutzer erschwinglicher. Die Anpassung wirkt sich direkt auf die Kosten der Stundung von Zahlungen für Einkäufe aus.
Die Superintendencia Financiera Kolumbiens hat die Wucherrate für Januar mit 24.36 % effektiv jährlich angekündigt, ein Rückgang um 0,66 Prozentpunkte gegenüber Dezember. Dieser Indikator legt die maximale Zinssatzgrenze fest, die Finanzinstitute für Kredite anwenden dürfen, wie im Strafgesetzbuch geregelt, wobei ein Überschreiten als Wucher gilt.
Die Senkung profitiert insbesondere Kreditkartenkunden, da sie die Zinsbelastung bei stunden Kauf oder offenen Salden verringert. Durch die Herabsetzung der Obergrenze wird die Finanzierung in Raten günstiger, was zu niedrigeren Schuldenständen bei hohen Zinsen beiträgt.
Zusätzlich hat die Superfinanciera effektive Jahreszinsen nach Kreditart mitgeteilt. Für produktive Großkredite beträgt der Satz 26.80 %. Im ländlichen Produktionssektor liegt er bei 18.65 %, im städtischen bei 38.49 %. Volksnahe Kredite weisen aufgrund des Risikos höhere Sätze auf: 50.88 % ländlich und 59.83 % städtisch.
Experten wie Juan Pablo Vieira, CEO von JP Tactical Trading, raten zu Strategien gegen hohe Zinseinflüsse. „Die Wucherrate greift nur bei Zahlungsverzug. Schon 24 Stunden Verspätung erlauben die maximale Zinsbelastung“, erläuterte er. Er empfiehlt pünktliche Zahlungen, Vermeidung hochwertiger Kreditkarteneinkäufe und Aktivierung von Zahlungsbenachrichtigungen, um Versehen zu verhindern.
Diese Anpassung spiegelt die Dynamiken im kolumbianischen Finanzsystem wider, wo die Wucherrate als Referenz für Vergütungs- und Mahnzinsen dient und die Gesamtkosten des Kredits beeinflusst.