Schweden ist bereit, Jas Gripen für eine potenzielle Friedenstruppe in der Ukraine bereitzustellen, aber alle scharfen Operationen bergen Risiken, sagt Ewa Skoog Haslum, Leiterin des Verteidigungsoperationskommandos. Ministerpräsident Ulf Kristersson hat Luftüberwachung, Minenräumung im Schwarzen Meer und Bodenausbildung als mögliche schwedische Beiträge genannt. Die Planung läuft seit über einem Jahr mit Kollegen aus mehr als 30 Ländern, aber Details hängen von einem Friedensabkommen ab.
Ewa Skoog Haslum, Leiterin des Verteidigungsoperationskommandos, betont, dass Schweden bereit ist, Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu unterstützen, hebt aber die Risiken hervor. „Alle unsere scharfen Operationen sind riskant“, sagt sie. Ministerpräsident Ulf Kristersson (M) hat drei Bereiche für schwedisches Engagement spezifiziert: Luftüberwachung mit Jas Gripen, Minenräumung im Schwarzen Meer und Bodenausbildungsmaßnahmen. Die Planung läuft seit über einem Jahr mit Teilnehmern aus mehr als 30 Ländern, aber ohne ein abgeschlossenes Friedensabkommen können Details nicht festgelegt werden. Skoog Haslum macht klar, dass Jas Gripen auf russisches Feuer reagieren muss, falls Russland das Abkommen verletzt: „Falls etwas passiert, haben wir immer das Recht, uns zu verteidigen.“ Sie verweist auf einen Vorfall in Polen letzten Herbst, bei dem schwedische Flugzeuge einen Logistik-Hub schützten. In der Woche nach der schwedischen Mission wurde das Gebiet von einem russischen Angriff mit Raketen und Drohnen getroffen, worauf niederländische Flugzeuge übernahmen. Zur Zuweisung von Gripen-Jets fragt sie, ob irgendein Land in Europa, den USA oder Kanada viel entbehren kann: „Aber Frieden in der Ukraine ist so entscheidend für den Weltfrieden, dass es keine Wahl gibt.“ Personal stellt eine weitere Herausforderung dar. Schweden stellt bereits 600 Soldaten für Halbjahresrotationen zu einer NATO-Mission in Lettland. Es ist unklar, wie viele für die Ukraine-Aufgabe benötigt werden und wie lange. Diskussionen laufen über Änderungen der Regeln für voll ausgebildete Wehrpflichtige, die derzeit nur bei erhöhter Bereitschaft eingesetzt werden können. Skoog Haslum merkt an, dass dies eine politische Angelegenheit ist, aber das Verteidigungsministerium mehr Flexibilität wünscht: „Der Oberbefehlshaber möchte so viel Flexibilität wie möglich bei Personal und Material.“ Als neues NATO-Mitglied braucht Schweden verfügbares Personal und Ausrüstung für seine Aufgaben.