Der Minister für Energie und Erdöl, Opiyo Wandayi, leitete den ersten Spatenstich für das Ölprojekt South Lokichar im Bezirk Turkana. Er versicherte, dass die erste Rohöllieferung Mombasa noch vor Jahresende verlassen werde. Lokale Führungskräfte und Anwohner forderten eine höhere Transparenz bei der Umsetzung des Projekts.
Energieminister Opiyo Wandayi leitete am Samstag, den 25. April, die Zeremonie zum ersten Spatenstich für das Ölprojekt South Lokichar im Bezirk Turkana. Die Initiative lässt die Pläne für eine kommerzielle Ölförderung rund 14 Jahre nach der Entdeckung der Vorkommen durch eine britische Firma im Jahr 2012 wieder aufleben.
Während der Veranstaltung erklärte Wandayi: „Ich möchte die Versicherung geben, dass dieses Öl noch vor Ende dieses Jahres nach Mombasa verschifft wird, damit Turkana und das gesamte Land die Vorteile sehen können.“ Er fügte hinzu: „Wir werden eng mit der Führung der Bezirksregierung von Turkana zusammenarbeiten, um auftretende Probleme zu lösen.“
Lokale Führungskräfte und Anwohner forderten Transparenz und drängten auf die Offenlegung des Feldentwicklungsplans sowie des Produktionsbeteiligungsvertrags. Die Zeremonie folgte auf den Appell von Präsident William Ruto an die Selbstversorgung auf einem Gipfeltreffen in Nairobi am Donnerstag, an dem auch Ugandas Präsident Yoweri Museveni teilnahm.
Es wird angenommen, dass das Lokichar-Becken über 560 Millionen Barrel Öl enthält. Das britische Unternehmen Tullow Oil zog sich im April 2025 zurück, woraufhin die Gulf Company übernahm. Die Regierung genehmigte den Entwicklungsplan im Januar, zusammen mit Infrastrukturprojekten wie Straßen im nördlichen Korridor und einem 220 Milliarden KSh schweren Plan zur Wiederbelebung der Eisenbahnstrecke von Nakuru nach South Lokichar.