Trotz des vom Conseil d’État bestätigten Verbots wurden am Samstag in Paris 97 links- und rechtsextreme Aktivisten im Rahmen von nicht genehmigten Versammlungen festgenommen.
Die Polizei nahm in mehreren Stadtbezirken der Hauptstadt 97 Personen fest, von denen 46 in Polizeigewahrsam genommen wurden. Den Festgenommenen wird die Teilnahme an einer Gruppe zur Vorbereitung von Gewalt, Gruppenkrawalle sowie das Mitführen verbotener Waffen wie Messer und Schlagstöcke vorgeworfen. Die Pariser Polizeipräfektur verhängte zudem Bußgelder gegen 182 Personen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsverbot. Sie begründete dies mit Risiken für die öffentliche Ordnung und verwies dabei auf den Tod eines Aktivisten in Lyon im Februar sowie auf bei früheren Veranstaltungen beobachtete Hitlergrüße. Sowohl die Demonstration des Comité du 9 Mai als auch die antifaschistische Gegendemonstration waren untersagt worden. Ein Sprecher der Gruppe, Raphaël Ayma, kritisierte die Entscheidung vor dem Justizministerium und argumentierte, sie untergrabe das Recht auf Demonstration.