Dispatch von AdHoc Studio erzielte 2025 riesigen Erfolg trotz Publisher-Absage und Branchenherausforderungen. Mitgründer Nick Herman und Pierre Shorette erzählten von der holprigen Reise des Spiels von einem Live-Action-Konzept zu einer episodenhaften Superhelden-Komödie. Das Team diskutiert nun ernsthaft eine zweite Staffel, erwartet aber starken Druck, schnell zu liefern.
Entwicklungsherausforderungen
Dispatch startete als interaktive Live-Action-Fernsehserie, ähnlich wie Netflix' Bandersnatch, entwickelt für ein mit Walmart verbundenes Unternehmen. Das Projekt kam bis zu Drehterminen, wurde aber durch COVID-19 gestoppt, was zu einem Pivot ins Videospiel-Format führte. Frühe Konzepte hatten einen traurigeren Ton mit Fokus auf einen Helden, doch das Team wandte sich dem Optimismus zu, beeinflusst vom 'Ted-Lasso-Effekt' inmitten realer Verdunkelung.
Mitten in der Entwicklung sprang ein mit Embracer Group verbundener Publisher wegen Finanzproblemen während des Branchencrashs 2023 ab. 'Wir waren an der Speerspitze des Ganzen', sagte Shorette. Auftragsarbeiten, inklusive an Telltales The Wolf Among Us 2, hielten das Studio über Wasser. Ablehnungen hielten Jahre an, Kritiker nannten es ein 'totes Genre'. Letztlich self-publisht AdHoc und gewann volle Kontrolle und Eigentum.
Weg zum Erfolg
Das finale Spiel führt ein Dispatching-System für ein Z-Team aus Missfit-Superhelden wie Invisigal, Blonde Blazer und Malevola ein. Das Gameplay entwickelte sich von kinematischen Prototypen zu strategischen Kartenmissionen, was Kosten senkte und zum Workplace-Comedy-Thema passte. Mit Aaron Paul als Robert verbindet die Serie Humor und Herz, überraschte das Team mit emotionaler Bindung der Spieler – 75 % wählten Invisigal in Schlüsseld Entscheidungen, entgegen internen Tests.
Dispatch verkaufte 2 Millionen Exemplare, erntet GOTY-Gerüchte trotz teilweiser Eligibility für The Game Awards. 'Es wirkt heute absurd, Dispatch als Misserfolg zu sehen', bemerkt der Artikel und lobt Charme und Schwung.
Ausblick
Eine zweite Staffel wird ernsthaft erwogen, mit baldiger Zusammenkunft. 'So ernst wie alles', betonte Shorette, verglich es aber mit dem 'schwierigen zweiten Album' – ohne die sieben Jahre des Ersten. 'Für Staffel 1 gab es null Erwartungen', ergänzte Herman und hob Fan-Theorien-Druck hervor. AdHoc köchelt auch an einem Critical-Role-Spiel in Exandria.