Das brasilianische Abgeordnetenhaus hat am Dienstag (17.) einstimmig eine Dringlichkeitsvorlage zur Erhöhung der Einkommensgrenze für Kleinstunternehmer (MEI) verabschiedet. Der von Senator Jayme Campos verfasste Gesetzentwurf hebt die derzeitige Obergrenze von 81.000 R$ an, wobei die Quellen über die neue Zahl auseinandergehen: R$ 130.000 oder R$ 144,9 Tausend.
Das brasilianische Abgeordnetenhaus billigte am Dienstag (17.) den Dringlichkeitsantrag für einen Gesetzentwurf zur Aktualisierung der Simples Nacional und zur Ausweitung der Vergünstigungen für Kleinst- und Kleinunternehmen mit Schwerpunkt auf MEI. Das Votum fiel mit 430 Ja-Stimmen einstimmig aus und ermöglichte eine direkte Debatte im Plenum ohne weitere thematische Ausschüsse, wie Folha und Metrópoles berichten. Kammerpräsident Hugo Motta (Republicanos-PB) erklärte, dass die Vorzüge mit der Regierung und dem produktiven Sektor aufgrund möglicher Auswirkungen auf den Haushalt erörtert würden, ohne ein festes Abstimmungsdatum zu nennen. "Wir haben Verantwortung, wir werden mit allen Beteiligten diskutieren, wir werden das Wirtschaftsteam der Regierung anhören", sagte Motta nach der Verabschiedung. Der Gesetzentwurf von Senator Jayme Campos (União-MT), der im August 2021 vom Senat verabschiedet wurde, hat zwei Ausschüsse der Kammer passiert. Der Abgeordnete Jack Rocha (PT-ES) argumentierte: "Wir tun etwas für die soziale Gerechtigkeit, indem wir vor allem Frauen einbeziehen, die in Handwerk und landwirtschaftliche Familienbetriebe investieren." Bia Kicis (PL-DF) forderte keinen Steuerverzicht, da die Simples-Grenzen seit 2016 um mehr als 80 % durch die Inflation deflationiert sind. Die Berichte über die vorgeschlagene MEI-Grenze gehen auseinander: 130.000 R$ (Folha) oder 144.900 R$ (Metrópoles), mit jährlicher IPCA-Anpassung, Erhöhung auf zwei Angestellte und Einbeziehung ländlicher Aktivitäten. Der Gesetzesentwurf behält die einheitliche Steuererhebung bei, könnte aber die kurzfristigen Einnahmen verringern, ohne dass offizielle Schätzungen vorliegen.