Der Nationale Industrieverband (CNI) hat beim Obersten Bundesgericht (STF) eine Klage gegen die von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva unterzeichnete vorläufige Maßnahme (MP) eingereicht, welche die Bundessteuer auf internationale Käufe bis zu 50 US-Dollar abschafft.
Die Klage auf Verfassungswidrigkeit wurde am Freitag (22.05.) eingereicht. Die CNI macht geltend, dass die MP gegen die Verfassungsprinzipien der Gleichbehandlung und des freien Wettbewerbs verstößt und zudem die erforderliche Dringlichkeit vermissen lässt.
Die vorläufige Maßnahme wurde am 12. Mai von Lula unterzeichnet. Laut CNI benachteiligt die Senkung des Steuersatzes auf null Prozent den heimischen Markt, da Importen eine Vorzugsbehandlung gewährt wird.
Alexandre Vitorino, Rechtsdirektor der CNI, erklärte, dass der Widerruf nicht die notwendige Dringlichkeit aufweise, um per vorläufiger Maßnahme erlassen zu werden. Die Organisation wies zudem auf Arbeitsplatzverluste und Schäden für die brasilianische Wirtschaft hin.
Die „Blusinhas“-Steuer hat seit August 2024 insgesamt 8,2 Milliarden R$ eingebracht, davon 1,8 Milliarden R$ in den ersten vier Monaten des Jahres 2026.