Actress Collien Fernandes denounces Germany as 'perpetrator paradise' for digital violence in TV interview, with symbolic justice and cyberbullying elements.
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Collien Fernandes nennt Deutschland Täterparadies bei digitaler Gewalt

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Die Schauspielerin Collien Fernandes hat in den ARD-Tagesthemen Deutschland als 'Täterparadies' bezeichnet und ein 'Justizversagen' beim Schutz vor digitaler Gewalt kritisiert. Sie erhob schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen und plädiert für besseren Opferschutz. In Spanien läuft ein Verfahren gegen Ulmen.

Collien Fernandes (44) äußerte sich am Freitagabend in den ARD-Tagesthemen zum Thema digitale Gewalt. „Digitale Gewalt ist reale Gewalt. Und dass Opfer da massiv drunter leiden. Dass nicht nur ich, auch andere in intensive psychotherapeutische Behandlung müssen“, sagte sie. Sie berichtete, dass eine von ihr erstattete Anzeige in Deutschland nicht weiterverfolgt wurde, und sprach von „Justizversagen“ und Schutzlücken. „Wir haben uns sehr bewusst dafür entschieden, in Spanien zu klagen, weil in Spanien die Rechte von Frauen deutlich besser sind als in Deutschland“, erklärte Fernandes. Die Debatte um die Zuständigkeit zeige, dass Deutschland „ein absolutes Täterparadies“ sei. Der Oberste Gerichtshof der Balearen bestätigte ein Vorverfahren gegen Christian Ulmen in Palma de Mallorca, geleitet von der Abteilung Gewalt gegen Frauen. Es wurde am 2. Dezember 2025 eingeleitet wegen mutmaßlicher widerrechtlicher Aneignung des Personenstands, Geheimnisverrats, öffentlicher Beleidigung, wiederholter Misshandlung und schwerer Drohungen. Die Vorwürfe stammen aus einem Instagram-Post und einem Spiegel-Artikel: Ulmen habe über Jahre Fake-Profile unter ihrem Namen erstellt, Männer aus ihrem beruflichen Umfeld kontaktiert und falsche Nacktfotos sowie Sexvideos verschickt. Fernandes sprach von „virtueller Vergewaltigung“. Die Vorwürfe sind unbewiesen; für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Seine Kanzlei, vertreten durch Christian Schertz, kündigte Schritte gegen den Spiegel an wegen unzulässiger Verdachtsberichterstattung und unwahrer Tatsachen. Das Bundesjustizministerium plant ein Gesetz gegen pornografische Deepfakes. Experten wie Anna-Lena von Hodenberg von HateAid fordern, die Erstellung solcher Inhalte zur Straftat zu machen.

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