Die Contraloría General de la República hat entschieden, dass die ehemalige Sicherheitsministerin Trinidad Steinert ihre Befugnisse überschritten hat, indem sie einen vertraulichen Bericht der PDI über die Versetzung von Beamten im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den Clan Chen anforderte.
Der am 2. Juli 2026 veröffentlichte Beschluss besagt, dass Steinerts Anfrage nicht in ihren gesetzlichen Aufgabenbereich fiel und durch ihre frühere Tätigkeit als Staatsanwältin in Iquique gegen die Pflicht zur Befangenheit verstieß.
Die Regierung, vertreten durch den Biminister Claudio Alvarado und den amtierenden Minister Martín Arrau, respektierte die Entscheidung, würdigte jedoch Steinerts Beitrag während ihrer Amtszeit. Arrau betonte, dass man die Rolle des Ministeriums künftig auf die strategische Koordination ausrichten werde.
Abgeordnete der Opposition, darunter Tatiana Urrutia (Frente Amplio), Patricio Pinilla (DC) und Raúl Leiva (PS), erwägen die Einsetzung eines speziellen Untersuchungsausschusses und schließen eine verfassungsrechtliche Anklage nicht aus. Senatspräsidentin Paulina Núñez rief dazu auf, sich auf die tatsächlichen Probleme der Menschen zu konzentrieren.