Im Oktober wurde bekannt, dass der IT-Dienstleister Dataport Millionen für eine fehlgeschlagene Softwareentwicklung abschreiben muss. Der Rechnungshof Hamburg wirft dem Unternehmen erhebliche Mängel im Projektmanagement vor und befürchtet, dass die Trägerländer zusätzliches Geld nachschießen müssen. Dataport dementiert diese Vorwürfe.
Der IT-Dienstleister Dataport, der von mehreren Bundesländern getragen wird, steht unter Druck. Im Oktober 2023 musste das Unternehmen einen Millionenverlust durch eine missratene Softwareentwicklung publik machen. Der Rechnungshof Hamburg hat nun ein Gutachten vorgelegt, in dem er Dataport „erhebliche Mängel“ im Management des Projekts attestiert. Laut dem Bericht könnten die Trägerländer, darunter Schleswig-Holstein und Hamburg, gezwungen sein, weitere finanzielle Mittel bereitzustellen, um die Verluste auszugleichen.
Dataport weist die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, die Kritikpunkte seien unzutreffend und das Projektmanagement habe den Standards entsprochen. Die Kontroverse dreht sich um die Entwicklung einer Software, die für öffentliche Verwaltungen gedacht war, aber nicht den Erwartungen gerecht wurde.
Der Rechnungshof betont, dass die Mängel zu unnötigen Kosten geführt hätten. Bisherige Details zum genauen Umfang des Verlusts wurden nicht spezifiziert, doch die Abschreibung belief sich auf mehrere Millionen Euro. Die Trägerländer beobachten die Entwicklungen genau, da Dataport zentrale IT-Dienste für die öffentliche Verwaltung erbringt.