Celonis und Sennder veröffentlichen seit 2019 keine Bilanzen

Zwei deutsche milliardenschwere Start-ups, Celonis und Sennder, halten ihre Finanzdaten seit 2019 unter Verschluss. Das Bundesamt für Justiz hat gegen Celonis Ordnungsgelder in Höhe von 187.500 Euro verhängt. Celonis begründet die Intransparenz mit Wettbewerbsbedenken.

Berlin. Das Softwareunternehmen Celonis hat seit 2019 keine Jahresbilanz mehr öffentlich gemacht. Nach Recherchen des Handelsblatts verschweigen Celonis und das Logistikunternehmen Sennder ihre Zahlen länger als alle anderen deutschen Start-ups mit milliardenschwerer Bewertung.

Das Bundesamt für Justiz erlegte Celonis wegen Verstößen gegen die Offenlegungspflichten aus dem Handelsrecht Strafen in Höhe von insgesamt 187.500 Euro auf. Celonis rechtfertigt die Geheimhaltung mit der Sorge um seine Wettbewerbsfähigkeit.

Celonis gilt als das drittwertvollste deutsche Start-up nach dem Fintech Trade Republic und dem KI-Spezialisten Helsing für Rüstungszwecke. Mit einer Bewertung von 13 Milliarden Dollar zählt es zu den führenden Unternehmen und bedient Kunden wie die Deutsche Telekom, Mercedes-Benz und Uniper.

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