Der Delhi High Court hat am Donnerstag die Argumente im Einspruch von Telegram gegen ein vorläufiges landesweites Verbot angehört und sein Urteil zurückgestellt. Die Regierung verteidigte die Anordnung mit Verweis auf Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Ordnung im Vorfeld der NEET-Nachprüfung.
Die Unionsregierung erklärte vor Gericht, dass sich Telegram zum neuen Dark Web entwickelt habe und von Cyberkriminellen sowie Netzwerken für Prüfungsbetrug genutzt werde. Generalstaatsanwalt Tushar Mehta sagte, dass die Beschwerden im Zusammenhang mit der App von 75.688 im Jahr 2023 auf 275.000 im Jahr 2025 gestiegen seien.
Richter Tejas Karia hinterfragte, ob das Verbot gemäß Abschnitt 69A des IT-Gesetzes verhältnismäßig sei. Die Regierung ließ das Argument der nationalen Souveränität fallen und konzentrierte sich stattdessen auf die öffentliche Ordnung.
Der Anwalt von Telegram argumentierte, dass einzelne Kanäle gesperrt werden könnten, anstatt die gesamte Plattform zu verbieten. Das Gericht äußerte Bedenken hinsichtlich der Unregelmäßigkeiten bei Prüfungen, stellte seine Entscheidung jedoch zurück.