Seit Mitternacht gelten in der EU schärfere Asylregeln. Sie ermöglichen schnellere Verfahren und konsequentere Abschiebungen.
Die neuen Vorschriften sollen verhindern, dass Schutzsuchende innerhalb der EU weiterziehen. Dies betrifft vor allem die sogenannte Sekundärmigration von Ländern wie Italien oder Griechenland nach Deutschland.
Im Gemeinsamen Europäischen Asylsystem gibt es nun einen Solidaritätsmechanismus. EU-Staaten mit vielen Ankünften werden durch finanzielle Beiträge, Sachleistungen oder Übernahme von Asylsuchenden entlastet.
Deutschland muss für das laufende Jahr keinen Beitrag zum Solidaritätspool leisten. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sagte, das System stärke das Vertrauen zwischen den Mitgliedstaaten und verschaffe Europa mehr Kontrolle.
Am Flughafen Berlin-Brandenburg nimmt heute eine neue Außengrenzeinrichtung den Betrieb auf. Insgesamt stehen 374 Plätze in solchen Unterkünften zur Verfügung.