Das französische Studio Spiders, bekannt für GreedFall und Steelrising, steht nach 18 Jahren vor der Schließung, nachdem Verkaufsbemühungen inmitten des Insolvenzverfahrens der Muttergesellschaft Nacon gescheitert sind. Nachdem Studios wie Spiders im vergangenen Monat Insolvenz angemeldet hatten, sind die gerichtlichen Prozesse laut Origami nun eine Formalität. Die Mitarbeiter suchen derzeit nach neuen Arbeitsplätzen und planen bei einem Treffen heute Abend eine abschließende Würdigung der 18-jährigen Geschichte.
Das 2008 von ehemaligen Monte-Cristo-Entwicklern von Silverfall gegründete Studio Spiders spezialisierte sich auf erzählerische RPGs und debütierte 2016 mit The Technomancer, gefolgt von den verfeinerten Titeln GreedFall (2019) und Steelrising (2022). Das neueste Werk, GreedFall 2: The Dying World, hatte mit Problemen im Early Access und Kritik der Fans zu kämpfen. Da trotz der Umstrukturierung von Nacon kein Käufer gefunden werden konnte, steht die Schließung unmittelbar bevor. Ein Sprecher von Nacon ließ Anfragen zu einem möglichen Verkauf unbeantwortet. Insider berichten von Rückkäufen der Ausrüstung durch die CSE für die Mitarbeiter. Die Gewerkschaft STJV, die zuvor Nacons „Verachtung und Inkompetenz“ bei der Sabotage von Studios nach der Übernahme scharf kritisiert hatte, bemängelte zudem die sich verschlechternden Bedingungen, den Personalabbau durch neue Studios und die Gefährdung von Projekten mit hohem Potenzial.