Handelsminister Lee Kinyanjui hat eine vorübergehende Anhebung der Schwefelgrenzwerte für Diesel und Benzin auf 50 mg/kg für einen Zeitraum von sechs Monaten angekündigt. Der Schritt reagiert auf Versorgungsunterbrechungen infolge des Konflikts im Nahen Osten, einschließlich der Problematik um die Straße von Hormus. Ziel ist es, die Kraftstoffverfügbarkeit und wirtschaftliche Stabilität zu sichern.
In einer Erklärung vom 30. April 2026 gab Handelsminister Lee Kinyanjui bekannt, dass das Ministerium für Handel und Investitionen eine vorübergehende Ausnahmeregelung genehmigt hat, die die Schwefelgrenzwerte für Dieselkraftstoff und Ottokraftstoff für sechs Monate auf 50 mg/kg anhebt.
"Diese Maßnahme ist zeitlich befristet und soll die kontinuierliche Kraftstoffversorgung sicherstellen und die wirtschaftliche Stabilität während der aktuellen globalen Versorgungsstörungen aufrechterhalten", sagte Kinyanjui.
Die Entscheidung folgte auf Anfragen von Interessenvertretern des Erdölsektors und Beratungen mit technischen Experten, darunter das Kenya Bureau of Standards (KEBS) und der National Standards Council. Zuvor galten unter KS EAS 158:2025 für Benzin und KS EAS 177:2025 für Diesel strengere Schwefelgrenzwerte von 10 mg/kg.
Kinyanjui brachte die Anpassung mit dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten in Verbindung, insbesondere dem Streit um die Schließung der Straße von Hormus, der die Kraftstofflieferungen aus den Golfstaaten unterbrochen hat und diesen Schritt zur Abwendung von Engpässen erforderlich machte.