Am 12. Februar 2026 fand in Holguín, Kuba, eine Habeas-corpus-Verhandlung für einen der jungen Männer aus dem audiovisuellen Projekt „el 4tico“ statt. Die Sitzung wurde hinter verschlossenen Türen abgehalten, mit wenigen Unterstützern draußen, wie Lien Estrada in ihrem Tagebuch beschrieb. Estrada war im Gericht und notierte die Polizeipräsenz in der Gegend.
Lien Estrada schilderte in ihrem auf Havana Times veröffentlichten Tagebuch ihre Erfahrung bei einer Habeas-corpus-Verhandlung in Holguín am 12. Februar 2026. Die Sitzung begann um 8:30 Uhr und wurde hinter verschlossenen Türen im Gericht abgehalten. Im Raum sah Estrada den angeklagten jungen Mann, eine ältere Frau, die sie für seine Mutter hielt, und eine weitere junge Frau neben ihm, möglicherweise seine Schwester oder Freundin.nnEstrada erwartete zwei festgenommene junge Männer aus dem audiovisuellen Projekt „el 4tico“, aber nur einer war anwesend, da sie unterschiedliche Anklagen hatten. Draußen gab es wenige Unterstützer, obwohl Estrada sich eine größere Gruppe vorgestellt hatte. Die Autorin kam vor 8:00 Uhr und beobachtete Polizei überall, mit Streifenwagen, die kreisten.nnIn ihrem Bericht reflektierte Estrada ein früheres Gespräch mit einem ausländischen Priester im San-José-Park in Holguín, der über lokale Probleme wie den Transport sprach und diese der Mentalität zuschrieb, nicht dem System. Estrada fragte sich, ob Kubas Schwierigkeiten vom System oder der Mentalität kommen, und erkannte, dass beide sich gegenseitig beeinflussen.nnEstrada verließ die Verhandlung vor dem Ende und ging in die Stadtmitte, wo sie Bekannte begrüßte, den Dom besuchte und einen Kalender kaufte, bevor sie nach Hause ging. Ihre Chronik hebt die zunehmenden Festnahmen im Land und die Enttäuschung über den Mangel an sichtbarer Unterstützung hervor.