Jean-Dominique Senard, 73, wird bei der Hauptversammlung von Renault im Jahr 2027 keine Verlängerung seines Verwaltermandats anstreben. Damit wird er seine Position als Präsident des Automobilherstellers aufgeben. Die Information, über die zuerst La Tribune berichtete, wurde gegenüber Le Figaro bestätigt.
Jean-Dominique Senard hat den Vorsitz bei Renault seit Januar 2019 inne. Er wurde inmitten einer Führungskrise nach der Verhaftung und Inhaftierung von Carlos Ghosn, dem damaligen CEO von Renault und Nissan, in Japan ernannt.
Die Spannungen mit dem Allianzpartner Nissan waren zu dieser Zeit groß. Senard gelang es, diese Beziehungen zu entspannen, bevor er die operativen und kapitalmäßigen Verbindungen mit dem japanischen Automobilhersteller lockerte.
Vor seiner Zeit bei Renault leitete Senard von 2012 bis 2019 Michelin. Zuvor war er bei Saint-Gobain und Pechiney tätig, wodurch er tiefgreifende Expertise im Automobilsektor erwarb.
Der Vorstand von Renault und der französische Staat, der einen Anteil von 15 % hält, müssen nun einen Nachfolger finden, um die Herausforderungen eines sich schnell wandelnden Automobilmarktes anzugehen.