Linke kritisiert Altersbezüge von Abgeordneten als zu hoch

Die Linke hat die Altersentschädigungen für Bundestagsabgeordnete als unverhältnismäßig hoch kritisiert. Sie beruft sich dabei auf Berechnungen des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags.

Sarah Vollath, Rentenexpertin der Fraktion, sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, ein Arbeitnehmer müsse knapp 28 Jahre lang in Vollzeit arbeiten, um die gleichen Ansprüche zu erwerben wie ein Abgeordneter nach einer Legislatur. Bei einer Diätenerhöhung wären es ab Juli sogar 29 Jahre.

Vollath bezeichnete dies als absurd und forderte die Einbeziehung der Abgeordneten in die gesetzliche Rentenversicherung. Alle Fraktionen im Bundestag plädieren in diesem Jahr für einen Verzicht auf die Diätenerhöhung.

Eigentlich sollten die monatlichen Diäten der 630 Abgeordneten zum 1. Juli um 497 Euro auf rund 12.330 Euro steigen. Die Anpassung ergibt sich aus einem Automatismus im Abgeordnetengesetz.

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