Die Rentenkommission hat ihre 33 Vorschläge zur Altersvorsorge vorgelegt. Die Empfehlungen werden am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas übergeben.
Die Kommission empfiehlt eine Nettoersatzquote von mindestens 70 Prozent als Zielgröße. Weitere Vorschläge umfassen die Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung, die Abschaffung der abschlagsfreien „Rente mit 63“ mit Übergangsregelungen sowie die Einführung einer kapitalgedeckten Säule mit einem Prozent des Bruttolohns.
Arbeitsministerin Bärbel Bas bezeichnete die Pläne als „Gesamtkunstwerk“. Sie kündigte politische Diskussionen und Vertrauensschutz für Betroffene an. Ökonomin Veronika Grimm kritisierte, frühere Entscheidungen der Regierung hätten die Rentenversicherung in die falsche Richtung bewegt.
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht in der Reform eine Notwendigkeit aufgrund von Demografie und Mathematik. Die Vorschläge liegen dem Handelsblatt vor und sollen am Dienstag offiziell übergeben werden.