Der Arbeitnehmerflügel der CDU, die CDA, hat sich auf ein Rentenkonzept verständigt und appelliert damit an Kanzler Friedrich Merz. Das Konzept sieht den Ausbau des Drei-Säulen-Systems vor und zielt auf sinkende Arbeitskosten ab. Der Leitantrag soll am Wochenende auf der Bundestagung in Marburg beschlossen werden.
Die Rentendebatte in der CDU gewinnt an Fahrt. Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerbewegung (CDA) hat eine einheitliche Position zur Zukunft der Sozialsysteme erarbeitet. Bundesvorsitzender Dennis Radtke sieht darin einen Wink an Merz, Arbeitnehmerinteressen stärker zu berücksichtigen.
Im Leitantrag, der dem Handelsblatt vorliegt, plädiert die CDA für die Erhaltung und Ausweitung der drei Säulen der Altersvorsorge: gesetzliche Rente, betriebliche und kapitalgedeckte Vorsorge. Anders als Merz, der die gesetzliche Rente Anfang der Woche in Berlin als „allenfalls noch die Basisabsicherung“ bezeichnete, wird sie nicht auf eine reine Grundsicherung reduziert. Diese Aussage hatte die SPD aufgebracht.
Die Bundestagung in Marburg steht unter dem Motto „Soziale Marktwirtschaft mit großem S". Kanzler Merz wird dort sprechen und Fragen der Delegierten beantworten. Die CDA will betriebliche und private Vorsorge verpflichtend machen, um Arbeitskosten zu senken.