Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission hat heute 33 Empfehlungen zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung vorgelegt. Dazu gehören die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung und die Einführung einer neuen Kapitalrente.
Die Kommission tagte 20 Mal, darunter eine Sitzung von 8 Uhr bis 23:51 Uhr. Die Vorschläge umfassen die Anhebung der Regelaltersgrenze nach 2031, die Abschaffung der Rente ab 63 sowie eine obligatorisch kapitalgedeckte Komponente in der Rentenversicherung.
Vizekanzler Lars Klingbeil lobte den Bericht als Ergebnis breiter Mehrheiten unter den 13 Experten. Er kündigte an, die Empfehlungen genau zu prüfen und zu diskutieren.
Ökonomen wie Bert Rürup und Lars Feld bewerteten die Vorschläge positiv. Sie sehen darin gute Elemente zur Stabilisierung des Systems, betonten jedoch, dass weitere Maßnahmen für die Wirtschaftskrise nötig seien.