Lula spielt Maduro-Fang und Sicherheitskrise für Wiederwahl 2026 herunter

Eine Woche nach der Gefangennahme des venezolanischen Führers Nicolás Maduro durch die USA wischte Präsident Lula deren Wahlfolgen —neben Brasiliens öffentlichen Sicherheitsproblemen— als minimal für seinen 2026-Antritt ab und priorisierte wirtschaftliche Erfolge mit neuen Wohlfahrtsmaßnahmen für 2025 trotz Oppositionangriffe.

Oppositionsführer, aufbauend auf der anfänglichen Euphorie über die US-Operation am 3. Januar, kritisieren weiter Lulas Position. Der Gouverneur von São Paulo, Tarcísio de Freitas, warf Lula Vermittlungsversäumnisse vor und prognostizierte Rückschläge für die Linke in Brasilien, während Senator Flávio Bolsonaro spekulierte, Maduro könnte Lula in einem US-Deal belasten. Lulas Verbündete wie PT-Pressesekretär Éden Valadares spielen die Haltbarkeit des Themas herunter und erwarten ein Abklingen bis Oktober 2026. Sie betonen, dass Außenpolitik seit der Wiederverdemokratisierung selten Wahlen in Brasilien beeinflusst, und Lula will US-Aktionen als Souveränitätsverletzungen darstellen, ohne Trump zu verprellen. Die Opposition rückt auch die innere Sicherheit in den Fokus und nutzt eine kürzliche Rio-Operation gegen Comando Vermelho gegen Lula. Kampagnenstratege Duda Lima aus Bolsonaros 2022-Wahlkampf riet, Wähler vor die Wahl zwischen „freilaufenden Banditen“ unter Lula oder inhaftierten unter Opposition zu stellen, um die Mittelschicht zu gewinnen. Obwohl Umfragen Sicherheit als Top-Thema sehen, betont Lula Beschäftigung, Einkommen und Konsum. Für 2025 kündigte er günstigen Wohneigentumskredit, Ausbau der Kochgasförderung, Strom umsonst für Bedürftige und höhere Freibeträge bei der Einkommensteuer an, um wirtschaftlich zu punkten.

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