Die Sozialdemokraten schlagen vor dem Herbstwahlkampf eine befristete Bankenabgabe in Höhe von vier Milliarden Kronen vor. Großbanken warnen, dass sie im Falle einer Einführung die Hypothekenzinsen anheben werden. Finanzministerin Elisabeth Svantesson warnt, dass die Kosten auf die Kunden abgewälzt werden.
Die Sozialdemokraten schlagen eine befristete Bankenabgabe vor, die dem Staatshaushalt rund vier Milliarden Kronen einbringen soll. Die Steuer zielt auf die Zinsmargen der Banken ab, wenn die Gewinne einen historischen Referenzwert übersteigen. Die Partei bezeichnet die Bankengewinne als 'Übergewinne' und argumentiert laut ihrem Frühjahrshaushaltsantrag, dass die Mittel an 'normale Bürger und die Wohlfahrt' zurückfließen sollten.
Die schwedischen Großbanken Nordea, Swedbank, SEB und Handelsbanken meldeten im vergangenen Jahr einen kombinierten operativen Gewinn von 177 Milliarden Kronen. Sollte die Steuer eingeführt werden, warnen die Banken vor steigenden Hypothekenzinsen. 'Eine weitere Bankenabgabe birgt das Risiko, zu höheren Kreditkosten für Haushalte, Unternehmen und Kommunen zu führen', sagt Petter Brunnberg, Pressesprecher der SEB.
Robert Boije, Chefökonom bei SBAB, schätzt es als 'sehr wahrscheinlich' ein, dass die Kreditzinsen betroffen sein werden. Nordea und SEB äußern ähnliche Warnungen und lehnen eine Kompensation durch geringere Margen ab. 'Die Margen bei Hypotheken sind heute sehr niedrig', betont Brunnberg.
Finanzministerin Elisabeth Svantesson (M) kritisierte den Vorschlag in der vergangenen Woche. 'Eine Banken- oder Hypothekensteuer wird größtenteils auf die Kunden abgewälzt', sagte sie. Gegenüber Expressen erklärte sie bereits zuvor: 'Wir haben bereits eine Bankensteuer und die Kunden haben nicht davon profitiert. Eine neue Bankenabgabe birgt das Risiko, die Hypothekenkosten zu erhöhen.'