Die National Human Rights Commission hat die Regierung von Uttar Pradesh angewiesen, 10 Lakh Rupien an die Familie eines 36-jährigen Mannes zu zahlen, der 2021 in Polizeigewahrsam starb. Dieser Befehl unterstreicht das anhaltende Problem der Hafttode in ganz Indien, wobei Uttar Pradesh die höchsten Zahlen meldet. Er signalisiert eine mögliche Wiederbelebung inmitten der institutionellen Herausforderungen der Kommission.
Die National Human Rights Commission (NHRC) hat die Regierung von Uttar Pradesh angewiesen, eine Entschädigung in Höhe von 10 Lakh Rupien an die Familie eines 36-jährigen Mannes zu zahlen, der 2021 in Polizeigewahrsam starb. Diese Anweisung bekräftigt die Unantastbarkeit der menschlichen Würde und die Notwendigkeit von Rechenschaftspflicht in Fällen staatlichen Übergriffs.
Offizielle Daten zeigen, dass zwischen 2020 und 2022 landesweit über 4400 Hafttode auftraten, wovon Uttar Pradesh 952 verzeichnete. Im September 2023 hob die Gujarat State Law Commission die steigenden Hafttode im Bundesstaat als „Angelegenheit großer öffentlicher Besorgnis“ hervor. Der Status of Policing in India Report 2025, der im März 2025 veröffentlicht wurde, ergab, dass ein signifikanter Prozentsatz des Polizeipersonals zwangsmaßnahmen billigt, basierend auf Umfragen unter 8276 Beamten in 17 Bundesstaaten und Unionsterritorien.
1993 unter dem Protection of Human Rights Act gegründet, wurde die NHRC als Schutz vor staatlicher Willkür konzipiert, mit der Aufgabe, Verstöße zu untersuchen, Abhilfen zu empfehlen und die Menschenrechtsjurisprudenz in Indien zu formen. In ihren frühen Jahren befasste sie sich mit überfüllten und entwürdigenden Gefängnisbedingungen, erließ die ersten Richtlinien des Landes zu außergerichtlichen Tötungen, verteidigte Arbeitsrechte, unterstützte Opfer kommunaler Gewalt und setzte sich für Entschädigungen ein. Im Laufe der Zeit haben jedoch wachsende Unterwürfigkeit gegenüber Regierungen, Zögern in politisch sensiblen Fällen und Undurchsichtigkeit bei Ernennungen strukturelle Schwächen offenbart, einschließlich nicht bindender Empfehlungen und begrenzter Vollstreckungsmacht – einst von einem ehemaligen Vorsitzenden als „zahnlose Tiger“ beschrieben. 2024 wurde ihre Akkreditierung durch die UN-anerkannte Global Alliance of National Human Rights Institutions zum zweiten Mal verschoben, unter Berufung auf Mängel in Transparenz und Vielfalt bei Ernennungen.
Eine zynische Sicht könnte die Anweisung der NHRC als lediglich symbolisch abtun. Doch sie markiert eine willkommene Behauptung und einen Schritt zur Wiederaneignung des Zwecks. Kein einzelnes Urteil kann institutionellen Drift umkehren, noch kann Entschädigung ein verlorenes Leben wiederherstellen. Aber solche Maßnahmen können die Kommission auf ihren Kernauftrag fokussieren: Für die Stimmlosen eintreten und zeigen, dass Wachsamkeit zählt.