Die Lage offener Immobilienfonds in Deutschland bleibt angespannt. Die Fonds haben in den vergangenen Jahren zusammen gut 14 Milliarden Euro verloren.
Nach Angaben der Bundesbank entspricht der Verlust mehr als zehn Prozent des Vermögens, das die Fonds noch 2023 verwaltet haben. Hohe Kreditzinsen, geringe Marktbewegungen und steigende Rückgabewünsche von Anlegern führen immer wieder zu vorübergehenden Schließungen einzelner Fonds.
Kritiker und Befürworter sehen neben den schwierigen Rahmenbedingungen auch Beratungsfehler bei Banken und Missmanagement als Mitursachen. Stefan Loipfinger, Gründer der Plattform Investmentcheck, spricht von einem unheilbaren Imageverlust.
Loipfinger sagte, offene Immobilienfonds könnten in ihrer aktuellen Form nicht weiter bestehen. Das Handelsblatt befragte Analysten, Investoren, Juristen, Verbraucherschützer und Wissenschaftler zu notwendigen Veränderungen.