Bafin greift bei Deutscher Finance ein – 50.000 Anleger betroffen

Die Bundesfinanzaufsicht Bafin hat bei der Deutschen Finance Group eingegriffen. Rund 50.000 Privatanleger sind von den Maßnahmen betroffen. Die Behörde fordert Auskünfte und Unterlagen zu geschlossenen Publikumsfonds an.

Die Bafin schickt einen Beauftragten zum Münchener Investmenthaus und verlangt Unterlagen zu 20 Fonds mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Viele Fonds weisen keine aktuellen Jahresabschlüsse auf. Die Behörde will sich ein eigenes Bild von der Ordnungsmäßigkeit der Fondsverwaltung machen.

Rund 50.000 Anleger haben knapp 1,5 Milliarden Euro in Immobilien- und Infrastrukturprojekte der Gruppe investiert. Die Deutsche Finance Group wirbt auf ihrer Website mit innovativen Fondstrategien und gibt insgesamt sieben Milliarden Euro platziertes Eigenkapital an. Zu den Investoren zählen Versorgungswerke, Privatbanken, Stiftungen, Versicherungen, Family-Offices und Pensionskassen.

Die Bafin teilte am Freitagnachmittag mit, dass die DF Deutsche Finance Investment GmbH Auskünfte erteilen und Unterlagen vorlegen müsse. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Verwaltung geschlossener Publikumsfonds zu prüfen.

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