Boris Pistorius on ARD show condemning Trump's Afghanistan remarks, split-screen with Trump and NATO troops.
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Pistorius kritisiert Trumps respektlose Afghanistan-Aussagen

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In der ARD-Sendung 'Caren Miosga' hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius US-Präsident Donald Trumps Behauptungen über Nato-Truppen im Afghanistan-Einsatz als 'unanständig und respektlos' verurteilt. Er fordert eine Entschuldigung, rechnet aber nicht damit. Zudem betonte er, dass Europa sich nicht mehr voll auf die USA verlassen könne.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius äußerte sich am Sonntag in der ARD-Sendung 'Caren Miosga' kritisch zu den jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Trump hatte im Sender Fox News behauptet, die USA hätten die Nato nie gebraucht und Truppen anderer Nato-Staaten seien im Afghanistan-Einsatz 'etwas abseits der Frontlinien' geblieben. Pistorius wies dies als 'schlicht nicht wahr' zurück: 'Alle standen da, standen an der Seite der USA.' Er bezeichnete Trumps Worte als 'unanständig und respektlos', insbesondere gegenüber den Gefallenen – in Afghanistan starben 59 Bundeswehrsoldaten.

Pistorius schlug eine Entschuldigung vor: 'Das wäre ein Zeichen von Anstand, von Respekt und auch von Einsicht.' Er deutete jedoch an, dass dies unwahrscheinlich sei: 'Wir wissen alle, wie der amerikanische Präsident funktioniert.' Der SPD-Politiker plant, das Thema bei nächster Gelegenheit mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zu besprechen.

Zudem warnte Pistorius, Europa müsse sich auf eine Zeit ohne die vergangene enge Abhängigkeit von den USA einstellen. Die Bundeswehr sei jedoch auf einem 'exzellenten Weg', bis 2029 kriegstüchtig zu sein. Die aktive Truppe soll bis 2035 auf 260.000 Soldaten wachsen, ergänzt durch 200.000 Reservisten. Derzeit dienen 184.200 Soldatinnen und Soldaten aktiv; es gab kürzlich das beste Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht.

Im Kontext des Grönland-Konflikts wies Pistorius Vorwürfe einer Eskalation zurück. Die Nato-Erkundungsmission Dänemarks diene der Sicherheit der Arktis und sei mit allen Partnern abgestimmt. Trump habe Strafzölle gegen Dänemark und Deutschland angedroht, diese aber nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch in Davos zurückgenommen. Pistorius: 'Das war abgestimmt unter den Nato-Partnern.' Deutschland trage durch Partnerschaften und Einsätze wie mit P-8-Poseidon-Flugzeugen bei.

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