Die Sozialistische Partei hat Änderungsanträge eingereicht, um den 20.000 wohlhabendsten Haushalten einen zinsfreien Zwangskredit aufzuerlegen, der in drei oder vier Jahren zurückgezahlt werden soll. Dieser Vorschlag, inspiriert vom Mauroy-Kredit von 1983 und revolutionären Maßnahmen, zielt auf einen Haushaltskompromiss ab. Die Regierung hat ihn abgelehnt und erklärt, es gebe kein Finanzierungsproblem.
Im Kontext der Debatten über das Finanzgesetz 2026 haben sozialistische Senatoren unter Führung von Patrick Kanner, Leiter der PS-Fraktion im Senat, am Dienstagabend drei Änderungsanträge eingebracht, die eine Zwangsanleihe bei den Wohlhabendsten vorschlagen. Diese Maßnahme würde rund 20.000 Haushalte mit den höchsten Einkommen zwingen, dem Staat eine Summe zu leihen, die in drei oder vier Jahren ohne Zinsen zurückgezahlt wird, inmitten niedriger Inflation. Laut Patrick Kanner „ist es weder eine Steuer noch eine Einkommensteuer. Es ist Fiskalpatriotismus, zwar obligatorisch, aber der die größten Vermögen nur marginal belastet.“ Der Vorschlag könnte 6 bis 15 Milliarden Euro einbringen, betrifft 0,05 % der Haushalte und würde Kredite auf den Märkten zu hohen Zinsen vermeiden.
Inspiriert vom Mauroy-Kredit von 1983, der vom Premierminister von François Mitterrand ins Leben gerufen wurde – der Zinsen zahlte –, ähnelt diese Idee eher den Zwangskrediten der Französischen Revolution unter Robespierre. Die Grüne Fraktion hat einen identischen Antrag gestellt. Jüngste Gespräche zwischen Olivier Faure, erstem Sekretär des PS, und Premierminister Sébastien Lecornu zielten auf einen Kompromiss ab, damit Reiche zum Ausgleich der Staatskasse beitragen.
Am Mittwoch, 26. November, lehnte die Regierung die Idee ab. Wirtschaftsminister Roland Lescure sagte bei France Inter: „Heute leihen die Leute weiterhin Geld an Frankreich, und das ist gut. Also a priori kein Bedarf an einem Kredit, schon gar nicht an einem Zwangscredit.“ Bercy, die Zentristen, die rechte Senatsmehrheit und die Grünen sind dagegen und betonen das Fehlen von Finanzierungsbedarf. Die Senatsdebatten beginnen am Donnerstag inmitten angespannter Haushaltsdiskussionen nach der Ablehnung in erster Lesung in der Nationalversammlung.