Der scheidende Gesundheitsstaatssekretär Tino Sorge hat Bundeskanzler Friedrich Merz für die Art seiner Entlassung kritisiert. Christiane Schenderlein übernimmt die Position im Gesundheitsministerium.
Sorge schrieb auf X, er nehme die Entscheidung zur Kenntnis. Er bemängelte jedoch, dass Merz sie zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet habe, statt ein persönliches Gespräch zu führen.
Schenderlein, bisher Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, wechselt als parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium unter dem neuen Minister Carsten Linnemann. Sie stammt aus Sachsen und verfügt über keine besonderen Erfahrungen im Gesundheitsbereich.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze bezeichnete die Personalrochade als nicht unbedingt gut verlaufen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer äußerte sich überrascht und lobte Schenderleins Arbeit am Sportfördergesetz und der Spitzensportagentur.
Schenderlein betonte inhaltliche Anknüpfungspunkte wie die sportliche Bewegungsförderung und die Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsverbänden. Ostdeutsche CDU-Verbände zeigten sich verärgert über die Entscheidung.