Die Thyssenkrupp-Tochter TKMS hat Anfang Juli von Kanada einen Auftrag über bis zu zwölf U-Boote des Typs 212CD erhalten. Das Volumen wird auf bis zu 100 Milliarden kanadische Dollar geschätzt.
Die Order aus Ottawa sorgt bei der Bundesregierung, Landesregierungen und dem Unternehmen für Jubel. Sie gilt als Zeichen größerer Unabhängigkeit von den USA und einer stabileren deutschen Verteidigungsfähigkeit.
TKMS-Chef Oliver Burkhard blickt von seinem Kieler Büro aus auf ein prall gefülltes Orderbuch. Ein weiterer Großauftrag könnte noch bis zum Jahresende folgen.
Noch 2024 hatte die Marinesparte wirtschaftliche Probleme. Nach dem Börsengang im Oktober 2025 löste sich das Unternehmen vom Mutterkonzern. Die damalige Bundesregierung verhandelte über eine Staatsbeteiligung, um den Standort zu erhalten.