Nach 79 Jahren nur für Jungen geöffnet, erlaubt der Windsbacher Knabenchor nun erstmals die Aufnahme von Mädchen in sein Internat. In der kleinen fränkischen Stadt Windsbach bereiten sich die Jungen auf den Wandel vor. Die letzte Nacht allein im Internat wird mit Gesang und Entspannung verbracht.
In Windsbach, einer kleinen Stadt in Mittelfranken mit Fachwerkhäusern, Wanderwegen und einem Bahnhof, endet eine Ära für den Windsbacher Knabenchor. 79 Jahre lang lernten hier ausschließlich Jungen das Singen in einem Internat. Nun dürfen Mädchen mitmachen, was Fragen nach einem möglichen Konkurrenzkampf aufwirft.
Am Abend vor dem großen Wandel schallt der Gesang der Jungen über die Wiese – die erste Probe nach den Ferien. Danach ziehen sie sich in ihre Klause zurück, einen typischen Jugendkeller mit Fotos an den Wänden, alten Sesseln und einer Bar. Ab der zehnten Klasse bedienen sie sich hier gegenseitig mit Bier oder Spezi, da in der ruhigen Kleinstadt sonst wenig los ist.
Während sie das Finale der Basketball-Europameisterschaft schauen, genießen sie die letzte Nacht allein. Der Chor, bekannt für seine Konzerte, steht nun vor einer neuen Phase der Gleichberechtigung. Die Integration von Mädchen könnte die Dynamik im Internat und bei den Proben verändern, doch Details dazu bleiben abzuwarten.