Katholische Kirche beendet Synodalen Weg

Die katholische Kirche in Deutschland hat am Wochenende den Synodalen Weg abgeschlossen, einen Prozess zur Aufarbeitung der Missbrauchskrise. Reformvorschläge zu Gewaltenteilung und Geschlechtergerechtigkeit stießen auf Widerstand konservativer Bischöfe. Bischofskonferenz-Vorsitzender Georg Bätzing betonte, es gehe nicht um innere Beschäftigung mit sich selbst.

Die katholische Kirche hat kürzlich den Synodalen Weg beendet, einen Dialog zwischen Klerikern und Laien, der auf die Aufarbeitung der Missbrauchskrise abzielte. Reformern ging es um Vorschläge zur Gewaltenteilung und Geschlechtergerechtigkeit, während konservative Bischöfe diese verhindern wollten. Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, erklärte: „Das Ziel nicht eine innerkirchliche Nabelschau gewesen sei.“

Dieser Prozess unterstreicht den schwindenden Einfluss der Kirchen in der Gesellschaft. Der Anteil der Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung liegt bei lediglich 45 Prozent, wobei sowohl katholische als auch evangelische Kirchen betroffen sind. Politisch haben die Kirchen an Bedeutung verloren: Bis zum Ende der Regierungszeit von CDU-Kanzler Helmut Kohl 1998 besaßen sie Vetomacht in relevanten Entscheidungen. Heute stoßen kirchliche Positionen auf Desinteresse, wie ein Tweet des Unionspolitikers Steffen Bilger Anfang 2025 zeigt: „Überrascht nicht, interessiert nicht.“ Dies bezog sich auf kirchliche Kritik an der Flüchtlingspolitik der Union.

Die AfD greift die Kirchen im Programm zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt scharf an und spricht von „Kirchensteuerkirchen“. Historisch widersetzten sich Theologen wie Dietrich Bonhoeffer und Martin Niemöller dem Nationalsozialismus, und die Kirchen spielten eine Rolle in der friedlichen Revolution der DDR. Dennoch haben versäumte Reformen, insbesondere in der katholischen Kirche, zu Missbrauch und dem Verlust von Millionen Gläubigen geführt. Der Verdrängung von Sexualität und die Macht des Klerus werden als Ursachen genannt.

Tieferliegend treibt Säkularisierung in Europa den Rückgang voran, ein Trend, der als unumkehrbar gilt. Eltern übertragen den Glauben nicht mehr an Kinder, Traditionen brechen ab. Dennoch könnten Kirchen sozialen und spirituellen Zusammenhalt bieten, wie das Neue Testament andeutet: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Verwandte Artikel

Dramatic photo of tense standoff between Armenian government officials led by PM Pashinyan and Apostolic Church clerics protesting amid crowds in Yerevan.
Bild generiert von KI

Armenia grapples with confrontation between government and Apostolic Church

Von KI berichtet Bild generiert von KI Fakten geprüft

Tensions are rising in Armenia between Prime Minister Nikol Pashinyan's government and the Armenian Apostolic Church. The government says it is pursuing lawful investigations into senior clerics over alleged misconduct and risks of political destabilization, while church leaders contend they are facing political pressure. The dispute, which has intensified since June, is sharpening debates over religious freedom and national identity.

Die Spitzen der deutschen Koalition aus CDU, CSU und SPD haben am Donnerstagmorgen die Ergebnisse ihrer nächtlichen Beratungen im Bundeskanzleramt bekanntgegeben. Themen umfassten drohende Beitragssteigerungen in der Krankenversicherung, Infrastrukturausbau und Rentenreformen. Die Parteiführer betonen Fortschritte bei mehreren umstrittenen Punkten.

Von KI berichtet

Amerikanischer christlicher Nationalismus beeinflusst junge Menschen in Schweden und löst Forderungen religiöser Führer aus, dagegen anzugehen. In den 1960er- und 1970er-Jahren unterstützten US-Kirchen Abtreibungsrechte, um gefährliche illegale Eingriffe zu verhindern. Heute gibt es Bedenken wegen der Verbreitung konservativer US-Ansichten.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein will keine neuen Pakte mit dem Bund mehr schließen. Er kritisiert, dass solche Vereinbarungen die Länder langfristig belasten, und fordert eine Reform des Föderalismus. Rhein distanziert sich zudem von Markus Söders Idee, Bundesländer zu fusionieren.

Von KI berichtet

Die schwarz-rote Koalition plant eine umfassende Modernisierung des Sozialsystems, um Bürokratie zu reduzieren und Prozesse zu digitalisieren. Eine Kommission mit Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen hat 26 Empfehlungen erarbeitet, die Bundessozialministerin Bärbel Bas am Dienstag vorstellt. Geplant sind weniger Behörden, zusammengeführte Leistungen und automatisches Kindergeld, ohne Kürzungen der Sozialhilfen.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat in seiner Predigt zur Christmette die positive Kraft von Weihnachten hervorgehoben. Das Fest habe das Potenzial, den Lebensmut zu stärken, und setze ein Zeichen für Frieden und Verständnis in einer Welt voller Konflikte.

Von KI berichtet

Der Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, schließt eine Koalition mit der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aus, um eine Regierung der AfD zu verhindern. Stattdessen ist er bereit, eine CDU-geführte Minderheitsregierung in Einzelfragen zu unterstützen, sofern keine Zusammenarbeit mit der AfD erfolgt.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen