Das neue AARTO-Verkehrssystem wurde am 1. Juli in 62 weiteren Kommunen in Betrieb genommen, nachdem die SALGA mit ihrem Versuch gescheitert war, eine dringende gerichtliche Verfügung gegen die Einführung zu erwirken.
Die South African Local Government Association hatte argumentiert, dass den Kommunen die Mittel zur Umsetzung der zweiten Phase des Administrative Adjudication of Road Traffic Offences Act fehlen würden. Ihr Antrag wurde mit der Begründung abgewiesen, dass es sich nicht um eine dringende Angelegenheit handele, auch wenn die inhaltliche Begründung zu einem späteren Zeitpunkt erneut vorgebracht werden kann. Sebang Mothabi, Vorsitzender der SALGA-Arbeitsgruppe für öffentlichen Verkehr und Straßen, äußerte Bedenken hinsichtlich des Finanzierungsmodells. Er wies darauf hin, dass die meisten der betroffenen Kommunen bereits unter finanziellem Druck stünden und die Umsetzungskosten die Einnahmen aus Bußgeldern übersteigen könnten. Die Road Traffic Infringement Agency erklärte, dass die Einführung wie geplant voranschreite. Sie berichtete, dass 75 Prozent der 62 Behörden, die Bußgelder ausstellen, bereits ausgestattet seien und landesweit 16.000 Verkehrsbeamte geschult wurden. Unbezahlte Bußgelder können unter dem neuen System nun die Erneuerung von Fahrzeug- oder Führerscheinen blockieren. Das Westkap hat eine Ausnahmegenehmigung erhalten, und ein Punktesystem für Verkehrsverstöße soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.