Der AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen will seine einstweilige Verfügung gegen den Bundesvorstand zurücknehmen. Landeschef Martin Vincentz bat in einer E-Mail an Alice Weidel und Tino Chrupalla um Deeskalation.
Vincentz schrieb, es sei nie seine Absicht gewesen, in Konflikt mit dem Bundesvorstand zu geraten oder Beschlüsse nicht ernst zu nehmen. Er wolle Schaden von der Partei abwenden und die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern nicht belasten.
Hintergrund ist ein chaotischer Kandidatenparteitag in Marl vor zwei Wochen. Rivalisierende Lager warfen sich gegenseitig Erpressung und Handgreiflichkeiten vor. Der Bundesvorstand forderte eine Neuaufnahme der Wahl und kündigte eine Untersuchungskommission zu Finanzen und Mitgliederaufnahme an.
Vincentz bedauerte die Eskalation der letzten Tage. Die Landesführung hatte zuvor beim Landgericht Düsseldorf die Verfügung erwirkt, die dem Bundesvorstand Eingriffe untersagte.