Martin Vincentz wird knapp zum AfD-Chef in NRW wiedergewählt

Auf dem AfD-Parteitag in Marl hat Martin Vincentz mit 54,7 Prozent der Stimmen seine Position als Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen verteidigt. Der gemäßigte Politiker setzte sich in einem erbitterten internen Machtkampf gegen Kandidaten des radikalen Lagers durch. Die knappe Wahl hat Auswirkungen auf den Landesvorstand und die Bundespartei.

Der Parteitag der AfD in Nordrhein-Westfalen fand am Samstag in Marl statt, wo etwa 500 Delegierte abstimmten. Martin Vincentz, ein 39-jähriger Allgemeinmediziner aus Krefeld, wurde mit 54,77 Prozent der Stimmen (270 von 495) wiedergewählt. Sein Gegenkandidat Fabian Jacobi erhielt 43,4 Prozent. Ursprünglich plante eine Doppelspitze aus Jacobi und Christian Zaum, unterstützt vom radikalen Matthias Helferich, Vincentz herauszufordern, doch der Antrag wurde abgelehnt.

Der Konflikt dreht sich um die Ausrichtung der Partei: Vincentz gilt als gemäßigt und sucht Anschlussfähigkeit, während Helferich und seine Unterstützer dem völkischen Flügel nahestehen. Helferich, der im vergangenen Jahr aus der Partei ausgeschlossen wurde und derzeit keine Mitgliedsrechte hat, war nicht anwesend, da ihm der Zutritt verwehrt wurde. Die Jugendorganisation 'Generation Deutschland' wurde kurz vor dem Parteitag vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft; Parteichefin Alice Weidel nannte dies einen 'Orden'.

Eine hitzige Debatte ging der Abstimmung voraus, insbesondere um Vorwürfe gegen Vincentz-Vertrauten Klaus Esser, der angeblich gefälschte Abschlüsse bei seiner Bewerbung einreichte. Esser bestreitet dies; gegen ihn läuft ein Parteiausschlussverfahren. Vincentz sagte: 'Wir wollen keine Verrückten von rechts.' Weidel kritisierte den Landesvorstand scharf und forderte Einheit.

Nach einer Unterbrechung einigten sich die Lager auf einen Deal: Das Vincentz-Lager erhält sieben Vorstandsposten, die Helferich-Seite fünf. Christian Zaum wurde erster Stellvertreter, Tim Csehan, Helferichs Büroleiter, ein Beisitzer. Vincentz führt den Verband seit 2022 und zielt auf die Landtagswahl 2027 ab, wo die AfD derzeit bei 15 Prozent liegt. Die Wahl stärkt Vincentz' Unterstützung für Bundeschef Tino Chrupalla.

Verwandte Artikel

CDU leader Gordon Schnieder celebrates victory in Rhineland-Palatinate election with supporters and results display showing CDU at 31%.
Bild generiert von KI

CDU wins Rhineland-Palatinate state election ahead of SPD

Von KI berichtet Bild generiert von KI

In Rhineland-Palatinate's state election, the CDU won with 31 percent ahead of the SPD's 25.9 percent, ending 35 years of opposition. The AfD achieved its best result in a western German state at 19.5 percent, becoming the third strongest force. A grand coalition under CDU leader Gordon Schnieder is likely.

Following nepotism allegations in Saxony-Anhalt and Thuringia (see prior coverage), the AfD scandal escalates in North Rhine-Westphalia and Baden-Württemberg, pitting party factions against each other and pressuring federal leaders Tino Chrupalla and Alice Weidel. NRW faces a leadership showdown at its Marl congress, while top Baden-Württemberg candidate Markus Frohnmaier grapples with family hiring claims.

Von KI berichtet

The AfD faction in the Rhineland-Palatinate state parliament has voted out its leader Jan Bollinger shortly after a strong election result. Michael Büge takes over as new faction head. Bollinger remains in the faction and calls for loyalty to the party.

In Hessian local elections on March 15, the CDU emerged strongest statewide with 29.8 percent. The SPD dropped to 20.8 percent, while the AfD gained to 14.8 percent. Turnout rose to 54.3 percent.

Von KI berichtet

In the Bundestag's economic committee, AfD candidate Malte Kaufmann received 16 votes in the election for vice-chair, even though the party holds only ten seats.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen